Feuilleton: Ein Tag in Hasenfelde – DDR-Kinderbuch (PDF-Download)
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Dieser literarische Essay beleuchtet Dagmar Zippriches und Erich Gürtzigs Kinderbuch ‚Der Leutnant von Hasenfelde‘ aus dem Jahr 1981. Er analysiert, wie in einer scheinbar heiteren Dorfgeschichte sozialistische Werte und Berufsbiografien subtil, aber wirkungsvoll in die Erlebniswelt von Kindern integriert wurden.
Beschreibung
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt eines vermeintlich einfachen DDR-Kinderbuches. Unser detailliertes Feuilleton ‚Ein Tag in Hasenfelde‘ widmet sich dem Band ‚Der Leutnant von Hasenfelde‘ von Dagmar Zipprich und Erich Gürtzig, erschienen 1981 im Verlag Junge Welt. Dieser Essay entschlüsselt mit literarischer Präzision die vielschichtige Pädagogik, die sich hinter der charmanten Erzählung eines Tages im Leben des Abschnittsbevollmächtigten Max Wächtler verbirgt.
Wir untersuchen die Kunst Zippriches, eine ‚heile Welt‘ zu erschaffen, in der selbst ‚Verbrechen‘ auf den spielerischen Schabernack des Windes oder ländliche Lausbuben begrenzt bleiben. Im Fokus steht die ‚Menschwerdung der Uniform‘: Leutnant Wächtler, kein strammer Parteifunktionär, sondern ein Opa mit knackendem Knie und einem prustenden Trabant, wird zur sympathischen Identifikationsfigur. Der Artikel legt dar, wie die DDR-Kinderpolitik der späten Honecker-Jahre von direkter Predigt abwich und stattdessen auf Sympathie und Alltagsnähe setzte, um ideologische Architektur beiläufig zu vermitteln.
Die Analyse beleuchtet zudem die Rolle des ‚Verlags Junge Welt‘ im Kontext der DDR-Kinderbuchproduktion und die exakte Positionierung des Buches an der Schwelle zum Einschulungs- und Pionieralter. Ein besonderes Augenmerk gilt der kunstvollen Illustration Erich Gürtzigs, dessen ‚Wimmelhasenfelde‘ und die Vermenschlichung der Technik die kindliche Fantasie anregten und gleichzeitig pädagogische Botschaften verstärkten. Schließlich wird Zippriches lautmalerische Sprache untersucht, die das Buch zu einem einprägsamen Vorleseerlebnis macht und in dessen Klanggedächtnis kleine sozialistische Tugendlehren wie selbstverständliche Alltagsweisheiten verankert sind. Der Essay bietet eine tiefgehende literarische Reflexion über ein Werk, das auch vierzig Jahre später noch viel über die Kultur und Erziehung in der DDR zu erzählen vermag.
Details zum digitalen Artikel
- Format: PDF (optimiert für DIN A4)
- Seitenzahl des PDFs: 6 Seiten
- Wortanzahl: ca. 1887 Wörter
- Anzahl der Abschnitte/Kapitel im Essay: 7
- Illustrationen: 1 Produktfoto (Cover-Abbildung)
- Sprache: Deutsch
- Besprochenes Werk: Der Leutnant von Hasenfelde von Dagmar Zipprich und Erich Gürtzig, Verlag Junge Welt, Berlin 1981





