Krawitter, Krawatter – das Stinchen, das Minchen

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Krawitter, Krawatter – das Stinchen, das Minchen

Dieses Buch besaß ich auch in meiner Kindheit und es hat mich fasziniert. Durch die ausdrucksstarken Illustrationen von Gerhard Lahr wurde es lebendig. Die Autoren und Illustratoren der DDR vermochten es wirklich, die kindliche Phantasie anzuregen! Ich habe es gern gelesen und ich nehme an, vielen wird es bei der Erinnerung an dieses Buch auch so gehen. Es zeigt: DDR-Bücher haben eine Kindheit mitgestaltet, auch meine. Dieses Buch gehört dazu. Die Analyse und unser Feuilleton-Artikel macht deutlich warum, und was in der Geschichte passiert.


Der Hahn auf dem Sofa

Über ein DDR-Bilderbuch von 1973, das in den Bildern weiter erzählt als im Text

In Gerhard Lahrs Berliner Garten soll eines Tages ein Huhn auf das Küchenfenstersims gesprungen sein, hereingeflattert und auf dem Sofa des Illustrators eingeschlafen. Der Tagesspiegel hat das im Nachruf auf Lahr stehen, und es ist die Art von Geschichte, die man entweder glaubt oder nicht. Wer das Cover dieses Buches anschaut, glaubt sie sofort. Das ist kein erfundener Hahn. Das ist einer, den jemand auf seinem Sofa hatte.

Herbert Friedrich, 1926 geboren, freischaffend in Dresden, bekam 1973 den Alex-Wedding-Preis. Im selben Jahr brachte Der Kinderbuchverlag Berlin sein neues Bilderbuch heraus, mit Bildern von Gerhard Lahr. Aus dem Band wurden später vier weitere, mehr als zehn Auflagen, ein Sammelband bei Beltz nach der Wende. Heute steht das Buch nur noch in dieser Sammelband-Form im Buchhandel. Die großformatigen Einzelausgaben des Kinderbuchverlags gibt es nur noch antiquarisch.

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