Dieses Buch bietet einen Einblick in die Bedeutung der Mikroelektronik in der DDR auf dem Stand der damaligen Zeit. Der Kristall wird zu einem Schlüsselobjekt in diesem wichtigen Segment. Ausgehend von der Halbleiterthematik. Darüber hinaus kann man als Laie mit physikalischem Grundverständnis und Interesse erfahren, wie Kristalle und Halbleiter aufgebaut sind und funktionieren. Zahlreiche Diagramme und vor allem Bildtafeln runden die populärwissenschaftliche Reise in die Welt der Kristalle ab.
Der gestörte Kristall
Ein Lehrbuch aus dem Jahr 1979 erklärt die Physik des Mikrochips – und verrät dabei mehr über die Hoffnungen seiner Zeit, als seinen Autoren bewusst war
Es ist ein Widerspruch, der schon auf dem Buchdeckel steht. Ein Kristall, sagt uns die Anschauung, ist das Vollkommenste, was die unbelebte Natur hervorbringt: lückenlose Ordnung, kühle Symmetrie, die strenge Schönheit des Bergkristalls. Wie kann er da „gestört“ sein? Und warum feiert ein populärwissenschaftliches Bändchen aus dem Leipziger Urania-Verlag diese Störung über zweihundert Seiten als Triumph? Die Antwort führt mitten hinein in das technische Selbstverständnis eines Staates, der 1979 noch fest davon überzeugt war, seine Zukunft liege im Mikrochip.
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